Hier sagen die Uralt-Ultras ihre Meinung, unabgesprochen und eigenverantwortlich!

RWE kann sehr wohl aufsteigen

Veröffentlicht am 31.05.2017

Der Artikel erschien in den Printausgaben der WAZ/NRZ

"Happo", Präsident der Uralt-Ultras, machte einen Abstecher zu den Damen und sah eine starke Leistung im letzten Saisonspiel

Stell Dir vor, Rot-Weiss Essen steigt auf und niemand interessiert es.
Unvorstellbar? Von wegen!
Jedenfalls deutete nichts darauf hin, dass am vergangenen Sonntag das alles entscheidende Spiel der ersten RWE-Damen-Mannschaft Damen-Mannschaft - komisches Wort) um den Aufstieg in die Landesliga bevorstand.
Ist ja auch nur Frauenfußball, dazu noch unterklassig.
So in etwa denken die meisten männlichen Anhänger dieser Sportart, Bisher jedenfalls.
Nach der Partie gegen die Zweitvertretung der SpVg Schonnebeck muss doch ein wenig Abbitte geleistet werden. Schon beim Betreten der Anlage an der Stankheitstraße traute man meinen Augen kaum. Mehr als 100 Zuschauer, darunter eine lautstarke Abordnung der Jungs von der Westtribüne, hatten bereits erwartungsvoll ihre Plätze eingenommen. Immerhin.

Damen-Fußball bei RWE gibt es erst seit gut 3 Jahren und das auch nur, weil der ETB diese Abteilung aus dem Vereinsleben strich, warum auch immer. Eine wichtige Rolle bei dem Vereinswechsel spielte Eileen Eßer. Sie stellte den Kontakt zu RWE her, kümmert sich um die sportlichen Belange der Damen und Mädchen-Abteilung. Wenn´s brennt, ist sie zur Stelle, auch auf dem Kunstrasenplatz, trägt nicht von ungefähr die Nr.6 auf dem Trikot. Yves-Marc Callenberg, Koordinator "Spiel & Sport" bei Rot-Weiss Essen und in dieser Eigenschaft auch für die Organisatorischen Aufgaben der Damen-Fußballabteilung zuständig, war vor dem Anpfiff sichtlich angespannt: „Mein Herz pocht wie wild“. Die Spielerinnen scheinen sich schnell mit dem berühmt-berüchtigten RWE-Virus angesteckt zu haben. Zur Einstimmung schmetterten sie den Schlachtruf schlechthin „Wer ist der Schreck vom Niederrhein?“.
So einfach ist Punktesammeln, wenn auch nur Sympathiepunkte.

Die wichtigen Punkte zum Sieg und damit zum Aufstieg, holten sie sich dann in einem vor allen Dingen in den ersten 45 Minuten verbissen und hart umkämpften Match gegen die Tabellenletzten aus dem Nordosten von Essen. Nach einer feinen Einzelaktion, ganz im Stile von Dortmunds Dembele, erzielte Laura-Denise Rambow bereits in der sechsten Minute den Führungstreffer. Alle Weichen schienen auf Sieg gestellt zu sein.
Mit zunehmnder Spieldauer wurde die Partie ruppiger. Schiedsrichter Vincent Ball blieb kurz vor der Pause nach einem rüden Foul im Sechzehner der Gäste nichts anderes übrig, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Torjägerin Sarah Mellerke verwandelte eiskalt.
Einen sauber herausgespielten Konter (54.) schloss wiederrum Laura-Denise Rambow erfolgreich ab und erhöhte auf 3:0. Damit war die Begegnung entschieden.
Riesenjubel auf und rund um den Platz.

Als Kreisligist kamen sie zu RWE, nächste Saison spielen sie schon in der Landesliga. Das nenne ich eine Erfolgsgerschichte.
Man kann nur den Hut vor der Leistung der von Georg Dettner trainierten Truppe ziehen. „Wir fühlen uns bei Rot-Weiss Essen sehr gut aufgehoben“, versichert Yves Callenberg und verweist ausdrücklich auf die gute Zusammenarbeit mit ereinsboss Welling,
Die Aufstiegsheldinnen spielen am Sonntag, 04.Juni 2017 im Kreispokal-Endspiel gegen den SV Leithe 19/65 auf der Sportanlage Stankheitsstraße Altenessen. Anstoss ist um 15.30Uhr.
Motto: „Willst Du RWE siegen sehn, musst zu zu den Damen gehn!“

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