Hier sagen die Uralt-Ultras ihre Meinung, unabgesprochen und eigenverantwortlich!

Happos Westkurve die 107.te

Veröffentlicht am 27.06.2017

Wenn Fußballspieler zum Laktat-Test müssen, dann weiß der Fan, die Fastenzeit ist vorbei.
Obwohl für Profis die Leidenszeit erst beginnt.
Vereinfacht ausgedrückt ist Laktat ein Stoffwechselprodukt.
Den Trikotstoff wechselten die Rot-Weissen allerdings bereits kurze Zeit davor. Das Baden-Württembergische Unternehmen JAKO sicherte sich die Dienste des Traditionsclubs aus dem Revier. Oder war es umgekehrt? Ist doch alles Jako wie Hose.Gut aussehen alleine reicht auf Dauer eh nicht.
Wichtig ist, wer drin steckt. Und da wäre ich bei den Neuzugängen.
Als Nichtexperte muss ich zugeben: Nein, die Namen sagen mir nichts bis wenig, bis auf Stürmer Daniel Engelbrecht. Den wollte man schon vor einigen Jahren verpflichten, vergeblich. Aber damals besaß er noch keinen Defibrillator, war zu teuer und hatte wohl auch selbst andere Ambitionen. Kein Vorwurf, absolut nachvollziehbar.
Auch wenn es keine Liebe auf den ersten Blick war, eine Herzensangelegenheit kann Rot-Weiss Essen für ihn trotzdem werden. Denn dass er fit ist, bestätigten die Spezialisten der „Contilla-Gruppe“, wo alle Neuzugänge im wahrsten Sinne der Worte, auf Herz und Nieren durchgecheckt wurden. Daran erkennt man mal wieder das strategische Geschick von Prof. Doc Welling. Es kommt halt nicht nur auf das Geld an, um den Wert einer Partnerschaft zu bemessen. Medizinsiches Know-How kann unbezahlbar sein. Howgh, Häuptling Weitsicht hat gesprochen.
Auch Definsivspieler Robin Urban blickt auf eine mit Verletzungen überschattete Karriere zurück. Doch was spricht dagegen, dass sich Urban im Laufe der Zeit in den Mittelpunkt spielt?. Mit Marcel Lenz auf der Torwartposition, sowie den beiden Offensivspezialisten Cedric Harenbrock und Kai Pröger wurden Schwachstellen der letzten Saison versucht auszumerzen. Niemand kann heute beurteilen, ob der Kader verstärkt wurde, auch nicht die sogenannten Experten, vor allen Dingen die nicht. Jedenfalls scheint nicht planlos zugekauft worden zu sein. Der Kontostand spricht zudem ein gehöriges Wörtchen mit, in welchem Regal zugegriffen werden darf. Wie man Geld häuft, weiß kaum jemand besser, als die Herrschaften bei der DFL und dem DFB. Chinas Freunde, die beiden Leinhalds, Lauball und Glindel, möchten soooo gerne, dass die Chinesische U20 Nationalmannschaft „außerplanmäßig“ am Spielbetrieb der Regionalliga Süd-West teilnimmt.Musste deshalb der FK Pirmasenz absteigen? Der Verdacht liegt nahe. Doch warum überhaupt die Aufregung, legale Bestechungsgelder werden die Kritiker schon verstummen lassen, auch wenn die Zahlungen eher an Hartz Vier erinnern. Da guckt der Optiker fassungslos und der Hörgeräteakutsiker traut seinen Ohren nicht. Danke Waldhof Mannheim, man muss nicht alles mitmachen. So wird aus der Schweineliga eine Kirmesliga (O-Ton Hajo Sommers, RWO-Präsident) Ist was dran: Man lockt mit Zuckerwatte, oh wie süß, doch am Ende bleiben nur Stäbchen übrig und schon sind wir wieder bei den Chinesen. Ich frage mich, wer macht den Fußball eigentlich mehr kaputt, die Pyro- oder die Bürokraten?
Muss dringend auf andere Gedanken kommen. Die Vorbereitungszeit werde ich dazu nutzen, so wie die neuformierte Mannschaft von Rot-Weiss Essen. Hoffentlich.
Man liest sich.

der Happo

Der Artikel erschien unter dem Titel "Bei RWE ist nun alles Jako wie Hose" in der WAZ und NRZ, Lokalteil Essener Sport

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Der China-Traum

Veröffentlicht am 23.06.2017

Der China-Traum

Oder

Das China-Trauma

(je nachdem)

Heute morgen bin ich schweißgebadet aufgeschreckt.
Alpträume! Aber was für welche. Frag nicht nach Sonnenschein.

Krieg das alles gar nicht so schnell auf die Reihe.
Ich weiß nur, es fing damit an, dass unsere Regierungscheffin Angie in einem transparenten Negligee dicht vor meinem Gesicht rumtanzte und als ich verzweifelt den Kopf drehen wollte, aus Angie, Andrea Nahles wurde.
Wenn mein Unterbewußtsein mich nicht täuscht, muss ich laut um Hilfe geschrieen haben.

Doch damit nicht genug, es ging ja noch weiter.

Irgendwer hatte wohl Mitleid mit mir, denn plötzlich fand ich mich auf dem Stadion-Vorplatz an der Hafenstraße wieder.
Ein Ort, der mir vertraut ist. Sofort wurde ich ruhiger.
Und doch war diesmal vieles anders.

Eine Bratwurst, ja, darauf hatte ich Appetit. Nur, wo waren die Stände?
Und der Geruch von heißem Fett?
Wo?
Nirgends!!
Stattdessen „China-Imbisse“ wohin ich schaute.
Anstelle von Pommes- nur Reisschalen.
Zig Sorten Tee (Huangshan Mao Feng, Mao Yan Mei, Lung Ching und, und, und).
Stauder? Fehlanzeige!
Unter den Tribünen preiste Willi Lippens wie ein Marktschreier gegrillte Peking-Enten an.
Direkt daneben wurden „Hot Dogs“, eingehüllt in Dog Welling-Konterfei-Servietten, kostenlos verteilt.
„Was draufsteht ist auch drin“, versicherte man mir.
Aus dem Stadion schallte „Lot-Weiss Essen Ole“.
Fans warfen Chinakohlblätter auf das Spielfeld.
Ein Chinaböller explodierte, ich wurde wach.

Herzrasen.

Spontan kam mir EU-Haushaltkommissar Günther Öttinger in den Sinn.
„Die Chinesen sind Schlitzohren und Schlitzaugen. Die haben nur
schwarze Haare, weil sie die mit schwarzer Schuhcreme polieren“.

Und mich würde nicht wundern, wenn die Antidiskriminierungsstellen Sturm laufen, weil Gelbe Karten gegen Chinesische Fußballspieler verteilt werden.

Aber jetzt mal ehrlich und ernsthaft.
Sind die Chinesen das Problem oder doch eher unsere Berufsfunktionäre der DFL und des DFB mit all ihren Unterorganisationen?
Die Regio wird missbraucht, damit der erlauchte Kreis der Profivereine nach und nach größere Anteile vom lukrativen Chinesischen (Fußball-) Markt sichern kann.
Schmeiß den Armen ein bisschen Futter hin, sprich 15000€ pro Spiel gegen die U20 der Asiaten, und die fressen uns aus der Hand. So ausgemergelt wie die sind.

Nein, meine Herren, nicht mit mir, nicht mit uns.
Macht Eure Trainigslager und Showtouren wann und wo immer ihr wollt.
Aber lasst uns mit dem Mist in Ruhe.
Wir wollen nur Fußball!

In diesem Sinne
der Happo

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RWE kann sehr wohl aufsteigen

Veröffentlicht am 31.05.2017

Der Artikel erschien in den Printausgaben der WAZ/NRZ

"Happo", Präsident der Uralt-Ultras, machte einen Abstecher zu den Damen und sah eine starke Leistung im letzten Saisonspiel

Stell Dir vor, Rot-Weiss Essen steigt auf und niemand interessiert es.
Unvorstellbar? Von wegen!
Jedenfalls deutete nichts darauf hin, dass am vergangenen Sonntag das alles entscheidende Spiel der ersten RWE-Damen-Mannschaft Damen-Mannschaft - komisches Wort) um den Aufstieg in die Landesliga bevorstand.
Ist ja auch nur Frauenfußball, dazu noch unterklassig.
So in etwa denken die meisten männlichen Anhänger dieser Sportart, Bisher jedenfalls.
Nach der Partie gegen die Zweitvertretung der SpVg Schonnebeck muss doch ein wenig Abbitte geleistet werden. Schon beim Betreten der Anlage an der Stankheitstraße traute man meinen Augen kaum. Mehr als 100 Zuschauer, darunter eine lautstarke Abordnung der Jungs von der Westtribüne, hatten bereits erwartungsvoll ihre Plätze eingenommen. Immerhin.

Damen-Fußball bei RWE gibt es erst seit gut 3 Jahren und das auch nur, weil der ETB diese Abteilung aus dem Vereinsleben strich, warum auch immer. Eine wichtige Rolle bei dem Vereinswechsel spielte Eileen Eßer. Sie stellte den Kontakt zu RWE her, kümmert sich um die sportlichen Belange der Damen und Mädchen-Abteilung. Wenn´s brennt, ist sie zur Stelle, auch auf dem Kunstrasenplatz, trägt nicht von ungefähr die Nr.6 auf dem Trikot. Yves-Marc Callenberg, Koordinator "Spiel & Sport" bei Rot-Weiss Essen und in dieser Eigenschaft auch für die Organisatorischen Aufgaben der Damen-Fußballabteilung zuständig, war vor dem Anpfiff sichtlich angespannt: „Mein Herz pocht wie wild“. Die Spielerinnen scheinen sich schnell mit dem berühmt-berüchtigten RWE-Virus angesteckt zu haben. Zur Einstimmung schmetterten sie den Schlachtruf schlechthin „Wer ist der Schreck vom Niederrhein?“.
So einfach ist Punktesammeln, wenn auch nur Sympathiepunkte.

Die wichtigen Punkte zum Sieg und damit zum Aufstieg, holten sie sich dann in einem vor allen Dingen in den ersten 45 Minuten verbissen und hart umkämpften Match gegen die Tabellenletzten aus dem Nordosten von Essen. Nach einer feinen Einzelaktion, ganz im Stile von Dortmunds Dembele, erzielte Laura-Denise Rambow bereits in der sechsten Minute den Führungstreffer. Alle Weichen schienen auf Sieg gestellt zu sein.
Mit zunehmnder Spieldauer wurde die Partie ruppiger. Schiedsrichter Vincent Ball blieb kurz vor der Pause nach einem rüden Foul im Sechzehner der Gäste nichts anderes übrig, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Torjägerin Sarah Mellerke verwandelte eiskalt.
Einen sauber herausgespielten Konter (54.) schloss wiederrum Laura-Denise Rambow erfolgreich ab und erhöhte auf 3:0. Damit war die Begegnung entschieden.
Riesenjubel auf und rund um den Platz.

Als Kreisligist kamen sie zu RWE, nächste Saison spielen sie schon in der Landesliga. Das nenne ich eine Erfolgsgerschichte.
Man kann nur den Hut vor der Leistung der von Georg Dettner trainierten Truppe ziehen. „Wir fühlen uns bei Rot-Weiss Essen sehr gut aufgehoben“, versichert Yves Callenberg und verweist ausdrücklich auf die gute Zusammenarbeit mit ereinsboss Welling,
Die Aufstiegsheldinnen spielen am Sonntag, 04.Juni 2017 im Kreispokal-Endspiel gegen den SV Leithe 19/65 auf der Sportanlage Stankheitsstraße Altenessen. Anstoss ist um 15.30Uhr.
Motto: „Willst Du RWE siegen sehn, musst zu zu den Damen gehn!“

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RWE gegen MSV - Kommentar von Ex-OB Uwele

Veröffentlicht am 26.05.2017

Die Fakten:
Endergebnis: 0:2
Halbzeit : 0:1

Tore: : 0 : 1 Brandstetter (33.) 0 : 2 Wolze ( 48.)
Zuschauer: 17.000

Aufstellung: Heller, Windmüller, Zeiger, Becker (55.Bednarski), Cokkosan,Brauer,Meier, Malura, Baier, Grund ( 55.Rabihic), Platzek

Sooooo....

Ich könnt ja jetzt einfach mal `n büschen rumprotzen und sagen : Auf vielfachen Wunsch …. aber dem ist definitiv nicht so !
Neinnein … Wie immer in solch einem Fall war es wieder einmal nur genau EINE einzige „Person“, die diesen mir vollkommen schleierhaften und völlig unerklärlichen Wunsch nach einem Spielbericht an mich herangetragen hat !

Uuuuund … Es ist immer haargenau DERSELBE !
Uuuuund DER kommt auch IMMER unmittelbar nach Abpfiff des Spiels mit einem solchen „Auftrag“ auf einen zu – Quasi völlig ohne Vorwarnung – wie aus dem Nichts ! Immer wenn man gerade anfängt tatsächlich glauben zu dürfen, mit der Beendigung des Spiels an der Hafenstraße bereits das „Allerschlimmste“ hinter sich zu haben !!!

Weit gefehlt – Vor dem Herrn Happo ist man definitiv erst dann in Sicherheit, wenn er gaaaanz gaaaanz weit weg ist ! Solange man sich noch irgendwie ganz grob in seinem „Sichtfeld“ aufhält, muß man bei diesem unglaublichen Menschen IMMER mit fast Allem rechnen !
Aber irgendwie wär´s ja wohl auch zu schön gewesen … sich „unbehelligt“ von der Hafenstraße wegschleichen zu können. Einfach n letztes schönes gemütliches Abschluß-Stauderchen und ab dafür ! Neee – Nix zu machen – Wasn sturer Mensch !
Dann kriegt ihr halt was ihr „verdient“ ….
…. also wie gehabt : GELABER – Nix als GELABER !
Aber das kennt ihr ja schon … Man gewöhnt sich an fast alles !

Nun denn – dann mach ich halt mal !

Da ich mir als inzwischen hafenstraßenweit bekanntem Event-u.Erfolgsfan nur und ausschließlich noch die „RWE-Perlenspiele“ aussuche, um das gemeine Fußvolk mit meiner Gegenwärtigkeit zu beglücken, habe ich mir konsequenterweise für das bisherige Jahr 2017 eine völlige Rot-Weisse Enthaltsamkeit auferlegt, um mich voll und ganz auf dieses EINE, alles in den Schatten stellende, Saison-Abschluß-Highlight konzentrieren zu können. In meinem Alter kann man sich da einfach nicht mehr „verzetteln“ ( heiß ich den EWALD LIENEN ? ), und sich mit schnöden Alltags-Spielen unnötig belasten ! Wie gesagt – Dafür gibt es ja das „normale Fußvolk“ …. WER BIN ICH DENN !
Also wenn schon – dann FINALE eben – Was sonst !
Und selbstredend passend zum Besuch des „Auserwählten“ hat dann ja auch der mit mir eng verwandte Wettergott einwandfrei mitgespielt und uns allen gestern einen Traum von einem Vatertag beschert !
Dazu ein beinahe ausverkauftes Haus mit nahezu ausschließlich wunderschön in Rot und Weiss gekleideten Menschen. Die paar gegenüber, die unbedingt den Gesamt-Eindruck mit ihrem mehr als hässlichen BLAU partout ruinieren mussten, denken wir uns jetzt einfach mal weg – Nicht der Rede wert. DIE waren ja schließlich „da drüben“ – weit weg - störten also nicht weiter – Erstmal jedenfalls !!!
Es konnte also losgehen mit der Bespasung des Volkes !

Aber irgendwie wollte sich diese „Bespasung“ unter den RWE-Fans im Stadion erstmal nicht so richtig breitmachen . Mir ( und wohl nicht nur mir ? ) war das einfach viel zu verhalten, wie unsere Jungs dieses Finale im EIGENEN Stadion angegangen sind. Was hatte die Truppe denn zu verlieren ? Schon vor dem Spiel war ja klar, daß beide sich schon sicher für den nächsten DFB-Pokal qualifiziert hatten. Also – warum dann nicht einfach mal reingehen in das Spiel, und dem Gegner mit richtig aggresiven Draufgehen klar machen, daß es für ihn an der Hafenstraße nichts zu holen gibt ? Klar ist der MSV ein Gegner, den man nicht einfach mal so weghaut – sind ja nicht ganz zufällig gerade Meister in der 3.Liga geworden und turnen deshalb künftig wieder in der 2.BUNDESLIGA rum. Aber das sollte meines Erachtens einfach kein Argument sein, denen nicht mit allem, was einem zur Verfügung steht „auf den Leib zu rücken“ und zu zeigen, daß es für die Auswärts-Mannschaft einfach kein Spaß sein darf, an der Hafenstraße antreten zu müssen. So viel Selbstvertrauen und SELBSTVERSTÄNDNIS erwarte ich einfach von einer ROT-WEISSEN Mannschaft ! Irgendwo unten im Süden der Republik heisst es bei einem relativ unbedeutenden Verein sowas wie „MIA SAN MIA“ ! Und gerade bei uns zuhause an der Hafenstraße müssen wir wieder dahin kommen auch so zu denken – 4.Liga hin -4.Liga her ! WIR SIND DER RWE – Und wir sind hier der HAUSHERR !!! Also volle Lotte – Auf sie mit Gebrüll ( wegen mir auch ohne ) - und sich beim Gegner den nötigen Respekt verschaffen !

Aber davon war gestern leider sehr lange einfach nichts zu sehen.

Unsere Jungs haben ordentlich mitgespielt – aber so richtig Angst und Schrecken konnten sie mit dieser Spielweise bei den Zebras nicht verbreiten. DIE haben sich das eine Weile mitangeschaut, sind hinten wie in der gesamten Drittliga-Saison auch schon sehr gut und sicher gestanden, haben keine einzige echte RWE-Chance in der ersten Hälfte zugelassen – und weil sie sonst nichts weiter zu tun hatten, haben sie dann in der 33.Minute einfach mal einen Fehler unserer Roten beim Spielaufbau genutzt und kurzerhand dann eben einfach mal so den Führungstreffer erzielt !

Völlig unspektakulär – aber effektiv – So einfach geht manchmal Fußball !

Und wenn man dann eben erstmal gegen diese weißgott nicht überragend spielende, aber eben sehr ausgebuffte Truppe hinten liegt, wird’s elendig schwer, ins Spiel zurückzufinden. Vor der Pause ist das unseren Roten dann auch nicht mehr gelungen. Schade – eigentlich eine völlig unnötig verschenkte erste Halbzeit.
Klar wissen wir alle auch , daß bei uns der Schuh am allermeisten bei der Chancen-Verwertung drückt – aber dieses Defizit fiel in Halbzeit 1 überhaupt nicht ins Gewicht, weil wir es gar nicht erst bis in den Bereich geschafft haben, wo es für den Gegner gefährlich hätte werden können !
Nun denn – es stand ja erst 0 : 1 – und in der 2.Hälfte würde es dann ja Richtung eigener Fans gehen – Also noch nichts verloren ! Kräfte bündeln – Neustart !

Kaum war dann dieser Start erfolgt, wurde er von ein paar inzwischen eigentlich nur noch nervenden Vollpfosten auch schon wieder abgewürgt !
Also erstmal nix mit Neuem Elan ! Jetzt stand erstmal ein ganz anderer „Streifen“ auf dem Programm : THE FOG – NEBEL DES GRAUENS !
Wie bei den Öffentlich Rechtlichen – Nichts als öde und langweilige Wiederholungen – Immer dieselben „Wichtigmacher“ und immer derselbe „Spaß“ - Ganz ehrlich einfach nur noch zum Gähnen langweilig und in höchstem Maße überflüssig.
Eigentlich hätte man als halbwegs intelligenter Mensch die „Pause“ SINNVOLL nutzen, und sich unten am Bierstand nochmals „frisch machen“ sollen.
Wie gesagt – Eigentlich – aber man ist dann doch irgendwie so doof, während dieses „Spektakels“ dann doch auf seinem Platz zu verbleiben und den hirnlosen Idioten bei ihrem Auftritt zuzukucken. Ich sag mal – Wer´s braucht – Ich könnte problemlos auf diesen Spuk verzichten. Mal ganz davon abgesehen, was das Ganze unsern Verein wieder kosten wird. Und ich bin mir leider auch absolut sicher, daß irgendwann demnächst einmal mindestens EIN Pflichtspiel vor einer komplett leeren und gesperrten „Alten West“ stattfinden wird !

Nun denn – nachdem sich die Rauchschwaden wieder verzogen hatten und die „Helden“ von ihrer vorneweg genauso „geistreichen“ Anhängerschaft ihre Huldigungen erhalten hatten, waren es leider erneut die Duisburger, die schneller wieder auf Betriebstemperatur waren, und in der 48.Minute mit dem 2.Treffer fast schon den Deckel auf das Finale draufgemacht haben. Zu diesem Zeitpunkt fiel es zumindest mir dann schon sehr schwer, noch ernsthaft an eine Wende zu unseren Gunsten zu glauben. Der MSV hatte bis zu diesem Zeitpunkt eben ganz einfach wie ein Profi-Team gespielt. Nicht wirklich glanzvoll aber eben abgezockt und irgendwie ausgebufft. Und unsere Jungs kamen einfach mit ihren Mitteln nicht ernsthaft dagegen an ! Also unterm Strich eine nicht mal unverdiente Führung der Gestreiften Huftiere ! Muß man so neidlos anerkennen !

Als wir dann noch das Pech hatten, daß der Kopfball-Treffer von Marcel so rund um die 65.Minute wegen Abseits keine Anerkennung fand wurde es nach und nach immer mehr zur Gewissheit, daß es wohl keinen Pokal-Coup unserer Truppe geben würde. Das Aufbäumen kam für meine Begriffe unterm Strich einfach deutlich zu spät und fand ehrlicherweise auch nur halbherzig statt. Vielleicht hat in den Köpfen unserer Jungs einfach aber auch die Tatsache mit eine Rolle gespielt, daß man ja nicht unbedingt gewinnen musste, um nächstes Jahr im DFB-Pokal starten zu dürfen – Aber da kann man hinterher viel vermuten. Und seien wir mal ehrlich, so schön ein Final-Sieg in diesem immer emotionalen Revier-Derby gegen den künftigen Zweitligisten gewesen wäre, so gaaaaaanz schlimm ist diese Niederlage aufgrund der oben erwähnten Gegebenheiten ja auch wirklich nicht. Da hatten wir alle schon erhebliche schlimmere Erlebnisse.

Aber gerade im Hinblick auf die kommende Punkterunde muß man sich selbst gegenüber eben auch wieder einmal klar eingestehen, daß wir mit unserer derzeitigen Mannschaft eher nicht zu den allerheissesten Meisterschafts-Anwärtern zählen werden. Das Team bleibt zwar im Gegensatz zu den meisten zurückliegenden Spielzeiten im Stamm weitestgehend unverändert zusammen und ein kompletter Umbruch zur neuen Runde hin bleibt uns allen erspart, sodaß der „Schreckliche Sven“ mit einer eingspielten Truppe in die Saison starten kann. Aber ohne deutliche Verstärkungen im OFFENSIVEN Bereich werden wir wohl auch nächstes Jahr nicht wirklich in die Nähe von Platz 1 kommen. Und eine Steigerung auf sagen wir mal Platz 3 – was ich prinzipiell für möglich halte - ist für einen Verein wie ROT-WEISS eben auch keine wirkliche „Verbesserung“. Für mehr reicht aber wohl derzeit einfach das vorhandene Kleingeld nicht aus. Leute die uns spektakulär verstärken würden, dürften bei den derzeitigen wirtschaftlichen Voraussetzungen nur schwerlich zur Hafenstraße zu locken sein. Aber warten wir´s halt einfach mal ab – manchmal entwickelt sich auch wie aus dem Nichts heraus bei einer Mannschaft ein Lauf, mit dem kein Mensch gerechnet hätte. Sehr, sehr wichtig wäre es eben einfach mal richtig gut in eine neue Saison reinzukommen. Siege und die dazugehörenden Punkte auf dem Tabellen-Konto können in Sachen Selbstvertrauen tatsächlich manchmal Kräfte freisetzen, die man vorher in einer Mannschaft nicht vermutet hätte.
Und soooo richtig schlechte Fußballer sind das ja auch gar nicht, die da für uns z.Z. Auf dem Platz stehen – Nur eben keine Überragenden !
Aber - Hoffen und Glauben darf man ja - ist ja nicht verboten. Und ich weiger mich einfach mit allen Fasern meines Körpers, mich dauerhaft mit der derzeitigen Viertklasssigkeit abfinden zu müssen ! ROT-WEISS mit dieser sagenhaften und begeisterungsfähigen Anhängerschaft gehört einfach nicht in die Regionalliga – Basta

Sodele …. Und wie von mir befürchtet, ist das ganze Geschreibe hier jetzt eben doch wieder mal nur allerhöchstens in Ansätzen und mit sehr viel gutem Willen noch als ein „Spielbericht“ zu bezeichnen. Sondern viel eher schon als sowas wie ein subjektives Gedankenspiel rund um die derzeitige Situation an der Hafenstraße. Aber selber schuld mein lieber Herr Happo.
Man sollte NIE Leute mit solchen Aufgaben bedrängen, von denen man weiß, daß sie anschließend volle 5 Stunden auf der Autobahn Zeit zum Nachdenken haben !!!

Wie auch immer – Wer so wie ich und ihr alle mit echtem Herzblut an diesem „irren“ Verein hängt, wäre ja schon irgendwie ein komischer Mensch, wenn er sich in der derzeitigen Gesamt-Situation KEINE Gedanken um die Zukunft unseres Klubs machen würde !

Auf jeden Fall hat es dem „Herrn des wilden Südens“ mal wieder sehr viel Spaß gemacht einen kompletten Fußball-Nachmittag zusammen mit vorneweg genauso „bekloppten“ ROT-WEISSEN genießen zu dürfen – Uuuuund Gute und ECHTE Freunde machen auch Niederlagen erheblich erträglicher ! Und das gute STAUDER natürlich …

In diesem Sinne – und auf eine erfolgreiche Neue Saison 2017/18 !

Euer Ex-OB

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