Hier sagen die Uralt-Ultras ihre Meinung, unabgesprochen und eigenverantwortlich!

Happos Westkuve die 106.te

Veröffentlicht am 23.05.2017

Sprockhövel liegt hinter uns.
In der Abschlusstabelle sind es 13 Vereine, die RWE hinter sich ließ. Eigentlich nur zwölf, denn den Alemannen aus Aachen wurden am „Grünen Tisch“ 9 Punkte abgezogen. Rein sportlich gesehen, belegt Rot-Weiss Essen in der Endabrechung also Platz sechs. Eine Verbesserung gegenüber der vergangen Saison, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Die Defensivarbeit ist definitiv besser geworden. Auch spielersich gab es einige vielversprechende Ansätze zu bestaunen.
Also zufrieden sein?
Mit "Nichten und Neffen".
Zahlen sind das eine, die Gefühlswelt etwas anderes.
Kennt man von der Kriminalitätsstatistik her. Insgesamt gesehen fehlten die echten Aufreger.
Gleichwohl trugen die unerklärlichen Formschwankungen, selbst während einer einzelnen Begegnung, nicht gerade dazu bei, den Spannungsbogen und Vorfreude auf Spiele mit RWE-Beteiligung, hochzuhalten. Anderseits ist das auch ein Zeichen von Kontinuität, wenn man es gut meint.
Es lohnt nicht, hier und jetzt noch weiter auf die Saison zurück zu blicken, denn Donnerstag reist der frischgebackene Zweitligist, – Gratulation zum Aufstieg - MSV Duisburg zur Hafenstraße. Lasst sie nur kommen, noch steht es null zu null.
Das Endspiel um den Niederrheinpokal hat bei dieser Konstellation seinen Sinn verfehlt, denn beide Teams sind bereits für die DFB-Pokalhauptrunde qualifiziert. Die Verbände ziehen sämtliche werbetechnischen Register, um diesen, für den Amateurfußball angedachten Pokalwettbewerb, als Sahnststück zu verkaufen. Den investigativen Journalisten sei Dank, angeblich müssen innerhalb des Veranstaltungsortes, (Stadion) satte 500 VIPs beköstigt werden können. Alles andere ist augenscheinlich aus Sicht der Funktionäre zu amateurhaft. Wenn ich daran denke, vergeht mir der Appetit.
Wahrscheinlich kann ich aber einfach mit dem Zeitgeist nicht mehr mithalten. Der Sport steht schon länger nicht mehr im Mittelpunkt, Image und Benefit haben ihm den Rang abgelaufen.
Wie sonst ist zu erklären, dass für die Vermarktung von Trikotärmel über 20 Millionen an Euronen gezahlt werden, auf denen (eher als Hauptgrund für diese horrende Summe) auf Wunsch ein Bezahl-Chip aktiviert werden kann?
Bequem ja, finanziell lohnenswert auch. Nur für wen? Vom Ärmel bis in den Kopf ist es nicht mehr weit! Um Missverständnisse vorzubeugen; nein, ich bin grundsätzlich nicht neidisch.
RWE wirkt dagegen ein wenig hemdsärmelig, ist und bleibt allerdings mein Top-Club. Tops haben nun mal keine Ärmel.
Wichtig ist, die sportlich Verantwortlichen schütteln ein paar Asse aus dem Ärmel, damit der Kader nachhaltig verbessert wird. Im „Weißbuch“ von Sportdirex Jürgen Lucas befinden sich nicht nur weiße Blätter, da bin ich mir ganz sicher. Ob ein sogenannter Hochkräter darin notiert wurde, kann ich nicht sagen.Tippe eher auf ungeschliffene Diamanten.
Ist nicht viel anders als beim Jeans-Kauf. Muss halt passen.
Jetzt hoffe ich erstmal auf einen wunderschönen Vatertag, egal wer die Väter des Pokalerfolges sein werden.
Für alle RWE-Fans wünsche ich, dass der MSV in Essen eine Reise bekommt, Da braucht deren Spnsor, Schauinsland-Reisen, mal nicht in die Taschen zu greifen. Das Geld können die Zebras anderweitig besser gebrauchen. Der Pokal bleibt in Essen, da wo er hingehört. Von wegen, immer leer ausgehen.
Tickets waren beim Schreiben dieser Zeilen noch käuflich zu erwerben. Sei dabei, denn Ausverkauft ist besser als Ausverkauf!

Auf ein friedliches, stimmungsvolles, gerne auch hektisches Endspiel.
Ein Sieg fühlt sich vom Feeling her immer gut an.

Wir sehen, lesen uns.

der Happo

Der Artikel erschien unter dem Titel "Eine RWE - Saison ohne echte Aufreger" in der WAZ und NRZ, Lokalteil Essener Sport

← zurück zur Übersicht

nach oben ↑