Hier sagen die Uralt-Ultras ihre Meinung, unabgesprochen und eigenverantwortlich!

BVB U23 gegen RWE - Kommentar von Happo

Veröffentlicht am 30.07.2017

Die Fakten:
Endergebnis: 2:2
Halbzeit : 1:1

Tore: 0:1 Malura (27.), 1:1 Ornatelli - Foulelfmeter (34.), 2:1 Pflücke (48.), Baier (51.)
Zuschauer: 5910

Aufstellung: Heller - Malura ,Zeiger, Urban, Cokkosan, Meier, Lucas (78. Brauer), Pröger, Baier, Grund (71. Jansen) , Platzek

Je näher der erste Spieltag rückte, umso größer wurde meine Anspannung, eine gewisse Art von Vorfreude machte sich breit.
Breit wie "mein" Fahrer, Arnd, die Deutsche Eiche, der mich so zeitig zum Auswärtsspiel in Dortmund abholte, als spielten die Roten in Unterhaching. Immerwieder gerne würde ich mit ihm fahren. Danke, Kleener!

Der äußere Rahmen stimmte. Wie erhofft, fanden zahlreiche BVBler den Weg ins ehrwürdige Stadion Rote Erde, so dass eine für Regionalliga-Verhältnisse stattliche Kulisse von nahzu 6000 Zuschauer gezählt wurde.
Aufmerksamkeit zogen allerdings ausschließlich die in Gelb-Schwarz verfassten Solidaritätsplakate mit der notgedrungen aufgelösten Dortmunder Fan-Gruppierung "0231 Riot" auf sich. Ein gefundenes Fressen für Presse und soziale Medien, deren Bilder ihre Wirkung nicht verfehlen werden.
Mich lässt sowas ziemlich hilflos zurück.
Eine durchweg heuchlerische Diskussion, von allen Seiten!
Die engen Verbindungen der betreffenden Fanlager bestehen nicht erst seit Kurzem, da muss man jetzt nicht so tun, als käme diese Aktion überraschend.
Schade, denn ich möchte eigentlich nur Fußball sehen.

Zum Glück wurde davon eine Menge geboten.
RWE war in Hälfte Eins die bessere, sichtbar auch homogenere Elf.
Der Führungstreffer durch Malura fiel folgerichtig und war absolut verdient.
Dortmunds Reserve deutete im Laufe des Spiels an, dass Einiges an Qualität vorhanden ist.
Wenn die jungen Burschen mal eingespielt sind, dürfte es ungleich schwerer werden, einen Sieg gegen sie einzufahren.

Ein Foulelfmeter musste herhalten (Urban mit einer Grätsche von hinten), damit der BVB zum Ausgleich kam.
Spontan hielt ich es für eine Fehlentscheidung, doch die zaghaften Proteste der Essener ließen auf eine korrekte Entscheidung schließen.
Ornatelli verwandelte unhaltbar.

Mag sein, dass der Strafstoss gerechtfertigt war, doch über die gesamte Spieldauer hinweg, entschied der Schiri im Zweifel für den BVB.

In den zweiten 45-Minuten behakten sich beide Mannschaften intensiv, vor allen Dingen zwischen beiden Strafräumen.
Kevin Grund vertendelte in der Vorwärtsbewegung den Ball. Dortmund schaltete schnell auf Angriff.
Niemand fühlte sich für Pflücke zuständig und der nutzte die Freiheit, zog aus gut 20 Metern unbedrängt ab und jagte das Leder mit voller Wucht unter die Latte. Heller war macht- und auch schuldlos, jedenfalls für mich.

Gut zu sehen, dass RWE sich durch diesen Rückschlag nicht hängen ließ und sich gegen die drohende Niederlage stemmte.
Nach einer Zauberkombination von Grund und Cokkosan landete der Ball im Sechszehner bei Kaptän Benny Baier, der eiskalt einnetzte.
Ging da noch was?
Leider nein, siehe Endergebnis.
Immerhin kassierte RWE nicht noch ein dummes Gegentor kurz vor dem Ende der Partie.
Von daher bin ich nicht unzufrieden, mit dem Ergebnis und mit der Art und Weise des Auftritts.
Nicht nur die UU´s stind stärker geworden, auch die Demandt-Elf scheint verbessert gegenüber der letzten Saison.

Das soll´s gewesen sein von mir. Muss ja noch Stoff für die Kolumne übrig lassen.

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