Hier sagen die Uralt-Ultras ihre Meinung, unabgesprochen und eigenverantwortlich!

Die Uralten rüsten auf

Veröffentlicht am 26.07.2017

Gut 10 Jahre zählten die Uralt-Ultras ganze drei Mitglieder, offiziell jedenfalls.
Die Zeit war reif für eine Veränderung, so unsere einhellige Meinung.
Frisches Blut musste her, was nichts mit dem Alter zu tun hat.
DIe Uralten rüsten auf, nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ.
Wir haben lange überlegt, ob wir diesen Weg gehen sollen oder doch lieber alles beim alten belassen.
Pottwahl, Sir Manni und ich sind uns dann schnell einig geworden, ja, wir machen es.
Es war kein Problem, geeignetes Personal zu finden.
Nein, vielmehr lag und liegt uns im Magen, Leute zu enttäuschen, weil sie vielleicht auch gerne dabei
sein würden.
Deshalb der klare Hinweis: Es ist ein erster Schritt, die Mitgliedszahl der Uralten zu erhöhen.
Mal schauen, wie es abläuft.

Es wird keinerlei Vereinsmeierei geben, keine Satzung, keine Club-Beiträge oder Gruppenzwang und dergleichen.
Das war die Grundbedingung der drei Gründungsmitglieder.
Alles soll locker und flockig (wie bisher) ablaufen.

Nach welchen Kriterien sind die Neumitglieder ausgewählt worden?

Die Neumitglieder begleiten uns allesamt über Jahre hinweg, sie unterstützen uns,
haben zeitweise die Homepage am Leben erhalten und werden im Rot-Weiss-Umfeld bereits als Uralt-Ultras wahrgenommen.
Hinzu kommt, sie alle haben den Wunsch geäußert bzw. Signale gesendet, offiziell Uralt-.Ultra-Mitglied zu werden.

Kurz: Wir liegen auf einer Wellenlänge, obwohl wir nicht immer einer Meinung sind und auch nicht sein müssen.
Wichtig sind Respekt untereinander und auch anderen Menschen gegenüber.
Rassismus und Abgezocktheit haben hier nix zu suchen.
Einen Heiligenschein braucht allerdings auch niemand aufhaben.
Ehrliche Typen mit Ecken und Kanten halt, das passt.

Übrigens, wir haben auf KEINEN Fall etwas gegen die Damenwelt, nur wollten wir es erstmal so versuchen.
Die UU-Welt kann halt nicht an einem Tag neu erschaffen werden und schon gar nicht fehlerfrei.

So, genug gelabert, hier sind die Namen (in alphabetischer Reihenfolge), die nun endlich auch
offiziell Uralte sind:

CD – Milde Seife
Dirty Harry
Ex-OB
Immerwiederrwe
Kachelschlampe
Mad-Mathe-Prof-Malocher-DJ-Oppa-Maddin
Pidder Dahl
Super Driver
Traumzauberer

Attention:

Wir haben uns noch etwas Besonderes einfallen lassen.
Für ganz besondere Menschen….von anderen Vereinen, sprich farblich Fehlgeleiteten.
Sie haben mehr als einmal bewiesen, wie nahe sie den Uralt-Ultras stehen, was für tolle Typen sie doch sind.
Einfach Brüder im Geiste.
Als kleines Dankeschön und als Anerkennung ernennen wir

Präfect Micha zum UU-Paten - Außenstelle Arminia Bielefeld

und

Lappes zum UU-Paten - Außenstelle Borussia Dortmund

Auch diese Ehrenmitgliedschaft zieht keinerlei Verpflichtung nach sich.
Bleibt einfach so, wie ihr wart und seid.

Pottwahl, Sir Manni und icke sagen

HERZLICH WILLKOMMEN im Club!

Wer von den Neumitgliedern möchte, darf gerne mehr von sich verraten.
Unter der Rubrik „Mitglieder“ werden die Ausdünstungen dann veröffentlicht.
Das geschieht hoffentlich auf einer neu gestalteten Homepage, weil hier der Platz eng wird. :-)

Auf eine tolle, spaßige gemeinsame UU-Zeit!

Danke,

der Happo

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Happos Westkurve die 110.te

Veröffentlicht am 25.07.2017

Wer schreibt eigentlich seit Jahren die Drehbücher an der Hafenstraße? Diese ewigen Wiederholungen nerven nur noch, im TV übrigens auch. Jahr für Jahr verletzen sich wichtige Spieler, noch ehe der Startschuss zur neuen Saison ertönt. Ist der Ausfall von Neuzugang Daniel Engelbrecht schon schwer zu verkraften, fehlt den „Roten“ mit Kamil Bednarski, einer der wenigen Offensivakteure mit Torinstinkt, ebenfalls einige Wochen.
Wat nu?
Der vor kurzen verpflichtete Herr Hervenogi Unzola, ist eher für die Defensive vorgesehen. Anders als meine Wenigkeit, der laut Aussage einer meiner zahlreichen Chefs, überall einsetzbar, aber für nix zu gebrauchen ist, scheint der Ex-Verler tatsächlich den Abwehrbereich verstärken zu können, eben weil er dort variabel einsetzbar ist und entsprechende Qualität mitbringt.
Doch vorne drückt der Schuh, obwohl in den Vorbereitungsspielen sich ausgerechnet die Hintermannschaft bei Standards als Achillesferse erwies.
Probespieler Adel Daouri wurde nach seinem 45-minütigen Bewerbungseinsatz gegen den TSV Steinbach von den sportlich Verantwortlichen als zu leicht befunden, weil er einfach zu schwer ist. Die neuen, eigentlich nett anzuschauenden Jako-Trikots kannten da keine Gnade.
Wird also nichts mit der Schlagzeile „Adel verpflichtet“.
Das wars dann aber auch schon mit der Spannung, mehr hatte die Generalprobe gegen den Süd-West Regionalligisten aus dem knapp 800 Seelen-Dorf nicht zu bieten, jedenfalls was RWE betrifft. Zu überlegen agierte der Gast, nicht nur im Tore erzielen, vielmehr auch was Spielanlage, Dynamik und Cleverness anging.
Ernüchternd.
Wir Fans warten sehnsüchtig auf den von Sportdirektor Jürgen Lucas angedeuteten ominösen, drittligaerfahrenen Angreifer, wer immer das auch sein mag. Wenn er dann noch beidfüßig ist, umso besser, denn auf einem Bein kann man bekanntlich nicht stehen.
Insgesamt betrachtet, keine optimalen Voraussetzungen für eine erfolgreiche neue Spielzeit.
Wobei ein Jeder oder eine Jede den Begriff „erfolgreich“ anders definiert.
Aufstieg und sonst gar nix - oder reichen spannende Spiele mit spürbarer Weiterentwicklung der einzelnen Spieler und des Spielsystems? Die allgemeine Grundstimmung ist von Skepsis geprägt. Oder trifft realistisch es besser?
Auch wenn es einige meinen, aber ganz so doof bin ich nicht, als dass die sportlichen wie finanziellen Probleme (ich nenne sie bewusst so) mir vorborgen blieben. Im Gegenteil, mir wird ein wenig mulmig, gerade wenn´s um Geld geht. Es sei denn, die Sparkasse Essen steigt wieder nachhaltiger ein.
Rot-Weiss Essen gehört zu meinem Leben und ich will ein gutes Leben führen.
Deshalb gebe ich die Hoffnung auf eine gute Saison nicht auf.
Sonntag in Dortmund, gegen die Zweitvertretung vom BVB, Kerl, wir haben deren Erste vor kurzem mit 3:2 besiegt, was soll da schiefgehen?! Zudem heißt deren neuer Trainer Jan Siewert. Der will nur das Beste für RWE, hat er gesagt, echt.
Rot-Weiss wird gewinnen, darauf wette ich und spendiere meine Kolumnen-Gage für die am 05.August um 23.59 Uhr endende Dauerkartenwette bei den Uralt-Ultras zu Gunsten der RWE-Damen. Es lohnt sich, auch für Kulturliebhaber, denn jetzt können dort ZUSÄTZLICH zweimal zwei Freikarten für eine Wunschvorstellung des famosen Ruhrpott Revue Theater gewonnen werden. Danke, lieber Achim Hohenberg.
Meine Wunschvorstellung für RWE: Kämpfen und Siegen, Stimmung statt Randale.

Rot-Weisse Grüße,
der Happo

Der Artikel erschien unter dem Titel "Die Drehbücher an der Hafenstraße sind Wiederholungen" in der WAZ und NRZ, Lokalteil Essener Sport

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Happos Westkurve die 109.te

Veröffentlicht am 11.07.2017

Wie unterschiedlich doch Bewertungen ausfallen, wie weit Meinungen auseinander driften, sieht man aktuell bei den Diskussionen um Erfolg oder Nichterfolg des G20-Gipfels.
Noch extremer wird das Ganze, wenn es um Trennungen geht, im Privaten und Allgemeinen.
Oft kaum zu erkennen, ob es sich tatsächlich um ein und die gleiche Sache handelt.

Auch bei Rot-Weiss Essen steht eine Trennung bevor. Sportdirektor Nachwuchs, Andreas Winkler´s Tage dürften gezählt sein. Ich kenne keine Interna, vieles deutet aber darauf hin, dass die „Entmachtung“ des gebürtigen Bayern, schrittweise erfolgte und die Kündigung des Arbeitsvertrages die logische Folge sein wird. Wer trägt die Schuld, das wird heiß diskutiert.
Fakten kann ich nicht liefern, aber ich frage mich, konnte man den Konflikt nicht anders lösen?
Ist es bei Rot-Weiss Essen wirklich nicht mehr möglich, saubere Trennungen zu vollziehen?
Kann doch wohl nicht daran liegen, dass auf der Geschäftsstelle wegen Platzmangel keine vertraulichen Gespräche mehr geführt werden können und man deshalb auf Räumlichkeiten eines Gerichtsgebäudes ausweicht.

Überhaupt wird mir mittlerweile zu viel über Bilanzen, Abfindungen, Ausgliederungsplänen oder Verbandsbeschlüssen geredet und geschrieben.
Ich kann da eh nicht ernsthaft, auch mangels Fachwissen, mitreden. Das können sowieso nur die Wenigsten, so wie Robert, Mitte 40, Rot-Weiss Fan seit den 90zigern.
Der meldet sich mittlerweile zu jedem Thema, wirklich jedem. Muss dringend seine Klugscheißer-App deinstallieren. „Robert“, sagte ich vor kurzem zu ihm, „musst Du immer das letzte Wort haben?“. Robert: „Woher soll ich wissen, dass Du nix mehr sagen willst?“.
Es scheint viele Roberts auf dieser Welt zu geben.

Warum bin ich eigentlich RWE-Fan geworden? Doch nicht wegen der angesprochenen Dinge. Ich will endlich und hauptsächlich spannende, aufregende Fußballspiele sehen, und zwar immer dann, wenn und egal wo Rot-Weiss spielt. Stimmt der sportliche Erfolg, erledigen sich die anderen Dinge fast von alleine.

Alleine stehe ich garantiert nicht mit meiner Meinung, unbedingt noch einen echten Stürmer zu verpflichten. So einen in der Güteklasse ala Daniel Engelbrecht, in fitter Form versteht sich. Keine hängende oder falsche Nummer Neun. Ohnehin scheint der Kader noch nicht komplett besetzt.
Brauer, Malura, Engelbrecht - alle verletzt - sollten Warnung genug sein, personell noch nachzulegen. Ihr Auftrag, Al Lucas!.

Drei Testspiele liegen hinter uns, eine Tendenz daraus von meiner Seite aus nicht abzuleiten.
Bisher ist RWE ungeschlagen, allerdings gegen unterklassige Gegner.
Das dürfte sich heute ändern, denn mit Borussia Dortmund gastiert ein Europäischer Spitzenclub an der Hafenstraße. Bis auf den gemeinsam betriebenen Fan-Shop, trennen beide Clubs Welten. Alleine die Namen, die diesen Verein noch verlassen sollen, machen deutlich, mit wem die Roten es zu tun bekommen. Finanziell dürfte sich das Kräftemessen für Rot-Weiss lohnen, sportlich wird es eher eine kostengünstige Lehrstunde werden.
Aber es besteht die Chance, gegen den börsenorientierten Club mit einer couragierten Leistung, den Aktienkurs bei den derzeit (mal wieder) skeptischen Fans steigen zu lassen.
Auch ich bin keinewegs sorgenfrei, doch überwiegt die Vorfreude auf heute, auf die kommende Saison.

In diesem Sinne,
wir sehen, lesen uns

der Happo

Der Artikel erschien unter dem Titel "RWE erhält Dienstag vom BVB eine kostengünstige Lehrstunde " in der WAZ und NRZ, Lokalteil Essener Sport

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Happos Westkurve die 108.te

Veröffentlicht am 04.07.2017

Samstag hatte ich die Wahl zwischen zwei sportlichen Großereignissen: Entweder den Tour-de-France Start in Düsseldorf oder das erste Vorbereitungsspiel von Rot-.Weiss Essen in Rhede live zu verfolgen.
Obwohl ich ein ausgewiesener Radsport-Fan bin, habe ich mich für den sauberen Sport entschieden. Naja, so scheint es jedenfalls. Oder sollte Doping etwa auch im Fußballsport verbreitet sein? Wenn, dann machen das aber nur die Russen, doch nicht wir.
Also ehrlich. Lasst uns lieber über das Spiel gegen den Landesligisten aus Rhede reden.
Die Geschichte ist allerdings schnell erzählt.
Es war ein unterhaltsames Spielchen, mit schön herausgespielten Toren und leichtfertig vergebenen Torchancen. Die Jungspunde präsentierten sich durchweg selbstbewusst und spielfreudig, ebenso Probespieler Marco Müller. Es ging fair auf und außerhalb des Rasens zu. Niemand verletzte sich. Mehr kann man eigentlich zu diesem Zeitpunkt nicht erwarten. Auch wenn der VfL Rhede sportlich klar unterlegen war, zwei Dinge hat er dem RWE voraus; erstklassige Trainingsplätze - von denen kann Kautsch Demandt nur träumen, sowie eine urgemütliche, geräumige Vereinsgaststätte - davon können wir Fans nur träumen. In beiden Fällen sind die Entscheidungsträger des Vereins ausnahmsweise mal nicht schuldig.
Die haben genug andere, wohl auch wichtigere Baustellen abzuarbeiten. Auf der To-do-Liste ganz oben stand die Suche eines solventen Trikotsponsors.
Es wurde absolutes Stillschweigen darüber vereinbart und so verwunderte es nicht, dass bereits einige Tage vor der offiziellen Verkündung durchsickerte, der Sportwettanbieter XTiP mache das Rennen.
Ohh, dachte ich, solide Haushaltsführung mit Glückspielgeld.? Passt das zu Rot-Weiss Essen? Keine Ahnung, aber es hätte schlimmer kommen können.
Seien wir mal ehrlich, es ist (fast) unmöglich, auch nur einen Sponsor zu finden, der ohne Fehl und Tadel daherkommt. Egal ob Banken, Energie-und Chemiekonzerne, Versicherungen, Modehersteller, die Liste ist unendlich. Spiel- und Wettsucht ist ein ernstes Thema, soll keineswegs verharmlost werden. Aber bitte dann auch konsequent dagegen vorgehen und nicht wie Vater Staat noch Millionen damit scheffeln. Ich wette, jede® kennt jemanden, der seit Jahrzehnten zwanghaft immer die gleichen Zahlen tippen muss, weil ja ausgerechnet an diesem Samstag genau diese Kugeln gezogen werden könnten.
Überhaupt, Leute, die ständig den moralischen Finger nach oben gestreckt halten, können keinen Finger für andere krumm machen.
Unabhängig davon, welcher Name auf dem Trikot prangt, fehlt der sportliche Erfolg, werden sich die Mitglieder die Verantwortlichen zur Brust nehmen. Einen Kader zusammen zu stellen ist in gewisser Weise auch ein Glücksspiel, auch hier muss das Risiko abgewogen werden.
Wie bei Daniel Engelbrecht. Doch der trägt das größte Risiko selbst. Ich wünsche ihm einfach nur, dass er die richtige Entscheidung trifft, und zwar für sich. Alles andere wird sich ergeben.

Mittwoch steht das nächste Vorbereitungsspiel auf dem Programm. Gegen den ambitionierten Oberligisten FC Bocholt dürfte es ungleich schwieriger werden, Tore zu erzielen bzw zu verhindern. Das Wetter scheint mitzuspielen und wohl auch ein weiterer Probespieler.
Fred, Langen, tank´ den Mini auf, ich werde Dich nicht alleine fahren lassen.

Sonnige Grüße
der Happo

Der Artikel erschien unter dem Titel "Solide Haushaltsführung mit Glücksspielgeld - passt das? " in der WAZ und NRZ, Lokalteil Essener Sport

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